THEMA

Aus den verbliebenen Büchern von Caesar und Tacitus werden jene Passagen zusammengefasst, die das Leben der Germanen und die Kampfhandlungen zwischen den Römern und den germanischen Stämmen beschreiben.

INHALT

CORNELIUS TACITIS - GERMANIA

In diesem Teil beschreibt Cornelius Tacitus recht anschaulich die Sitten und Gebräuche der Germanen, so wie es sich damals die Römer und vor allem er selbst vorgestellt hatten.

Besonders eingeprägt haben sich mir die beiden Gebräuche einen Gast bis zum Umfallen zu bewirten und die unbedingte Treue zwischen Ehegatten. Eine Tradition die sich meiner Meinung nach noch heute in unserem Denken festgesetzt hat.

GAIUS JULIUS CAESAR - AUSZÜGE AUS DEM GALLISCHEN KRIEG

Die in dem Buch vorliegenden Auszüge behandeln vor allem die Kämpfe Cäsars gegen germanische Völker entlang des Rheins während er versuchte seine Eroberungen in Gallien abzuschließen und abzusichern.

Auch seine beiden Vorstöße über den Rhein werden ausführlich beschrieben.

CORNELIUS TACITUS - AUSZÜGE AUS DEN ANNALEN

Die abgedruckten Auszüge aus den Annalen behandeln jene Zeit als nach der verhängnisvollen Niederlage im Teutoburger Wald das römischen Reich zur Gegenoffensive antritt.

Ich erfuhr einiges über die siegreichen Feldzüge des Germanicus.

CORNELIUS TACITUS - AUSZÜGE AUS DEN HISTORIEN

In den Historien beschreibt Tacitus die Ereignisse in den Jahren nach dem Tod Neros und den darauf folgenden Wirren mit vier verschiedenen Kaisern in einem Jahr.

In dem besprochenen Buch werden jenen Stellen zitiert, die sich mit den Kämpfen zwischen den unterschiedlichen Kaiseranwärtern entlang des Rheines beschäftigen. Weiters erfuhr ich sehr viel über den Aufstand der Bataver die sich diese Kämpfe zu Nutze gemacht hatten.

GERMANEN IN RÖMISCHEN DIENSTEN

Eine auf vier Seiten komprimierte Zusammenfassung von Absätzen, in denen germanische Hilfstruppen erwähnt werden. Als Quellen dienen die "Agricola", die "Annalen" und die "Historien" des Tacitus, sowie der "Bürgerkrieg" von Julius Cäsar.

Neben der reinen Übersetzung und Zusammenfassung der Werke Caesars und Tacitus findet der Leser Hinweise darauf, wie diese Schriften zu verstehen sind.

Zum Beispiel beeindruckte es mich sehr, das Tacitus in seinen Werken offensichtlich versuchte, die guten Seiten der Germanen in Gegensatz zu den schlechten Seiten der Römer zu stellen.

Dabei machte er auch den einen oder anderen demagogischen Schwenk. Laut seinen Zeilen schreiben die Germanen keine geheimen Briefe, allerdings ließ er dabei unter den Tisch fallen, das die Germanen überhaupt keine Schrift beherrschten.

TECHNISCHE BESCHAFFENHEIT

Das Buch in der mir vorliegenden Fassung hat 270 Seiten, die durchwegs mit Text gefüllt sind. Lediglich im Anhang befinden sich zwei Karten, die zu einem das römische Reich, zum anderen die Völker Germaniens zeigen. Vor allem letztere Karte empfand ich als sehr hilfreich beim Einordnen der zahlreichen Namen germanischer Stämme.

Der Einband ist sehr stabil ausgeführt. Schutzumschlag gibt es keinen, das Titelbild ist direkt auf dem Buchdeckel aufgebracht. Besonders nützlich empfand ich ein im Buchdeckel verankertes Bändchen, das man als Lesezeichen verwenden kann.

Resümee

Das Buch war zwar durch seinen reinen Zitatstil der Schriften Cäsars und Tacitus etwas schwerer lesbar, jedoch sehr nützlich. Vor allem konnte ich mir nun selbst eine Meinung bilden, in wie weit zum Beispiel der "Feldherr" und "Politiker" Cäsar den "Autor" Cäsar beeinflusst hat.

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Berichte über Germanen und Germanien
Caesar-Tacitus
ISBN: 3-88851-104-6

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