Der Besuch von Museen will genau geplant sein, vor allem wenn man seine Kurztrips fern von der Heimat organisiert. Hier zählt jede Stunde, Anfahrtsweg und Öffnungszeiten sollen schon von Anfang an klar sein. Eine unentbehrliche Hilfe hierzu sind Museumsführer, die gleich ganze Gegenden oder Themen abhandeln.
THEMA
Der hier von mir beschriebene Museumsführer listete nicht weniger als 363 Museen des Bundeslandes Rheinlad-Pfalz auf, inklusive kurzer Beschreibung und Angaben über Eintrittspreise und Öffnungszeiten.
AUTOR
Bei den Autoren handelte es sich um Studenten der Universität Bonn, die unter der Leitung von Fr. Prof. Dr. Kier sich die Beschreibung der einzelnen Museen aufteilten und zum Teil auch die Fotos selbst anfertigten.
INHALT
Kurz nachdem ich das Buch im Museumsshop des historischen Museums der Pfalz in Speyer für ca. 6 Euro erworben hatte, setzte ich mich in ein Café und begann es sehr interessiert durchzublättern.
Was mir sofort auffiel war die Sortierung der beschriebenen Orte nach dem Alphabet. So konnte ich bequem nachschlagen, welche Museen es in Speyer noch geben würde oder welche interessante Museen ich zum Beispiel in Landau erwarten dürfte.
Leider fehlte eine thematische Gliederung. So konnte ich erst nach vollständigem Durchblättern des Buches feststellen, wie viele Burgen zum Beispiel in diesem Museumsführer erwähnt werden.
Dummerweise fehlte auch ein Inhaltsverzeichnis, was mir bei einer gezielten Suche zum Beispiel nach technischen Museen unterstützt hätte.
Hier hatte das Buch gewisse Schwächen, es war also wirklich nur für die Fragestellung 'Was kann ich mir in einem bestimmten Ort schönes ansehen' optimal aufgebaut.
Die Informationen zu jedem Museum bestanden aus einem ein- bis zweiseitigen Text, sowie der Adresse, einer Telefonnummer, den Öffnungszeiten und dem Eintrittspreis.
Den Öffnungszeiten und Preisen waren maximal zwei Zeilen gewidmet. Ich vermute, spezielle Öffnungszeiten z.B. an Pfingstmontagen wurde nicht wirklich angeführt. Die Preise waren leider noch in DM, was aber wohl am Herausgabejahr des Buches lag (1999).
Die Adresse bestand wirklich nur aus Name, Straße, PLZ und Ort, was also die Nutzung einer eigenen Autokarte oder Routenplanes für mich erforderlich machte.
Und nun zu den Beschreibungen. Diese wurden wie bereits erwähnt von Studenten verfasst. Insgesamt haben 28 verschiedene Autorinnen und Autoren mitgewirkt.
Dies merkte ich zum Teil an den Berichten. Tatsächlich scheint jeder Autor einen eigenen Stil für solche Berichte entwickelt zu haben. Manche verwendeten eine blumige Einleitung, andere kamen trocken gleich zum Punkt. Einige schrieben sehr lange verschachtelte Formulierungen, andere etwas einfach wirkende kurze Sätze.
Der Informationsgehalt war in etwa bei allen Autoren gleich. Er reichte aus, um mein Interesse zu erwecken, bzw. die Seite zu überblättern.
Die Fotos möchte ich allesamt als sehr gelungen bezeichnen. In vielen Fällen erregten gerade sie mein Interesse für das eine oder andere Museum.
Bei den von mir schon besuchten Museen konnte ich noch mal den unterschiedlichen Informationsgehalt der Berichte für mich erkennen. Während eine Autorin über das an sich weniger bekannte historische Museum der Pfalz gleich mehrere Seiten schrieb, faßte sie ihre Gedanken über das weit bekanntere Technische Museum von Speyer auf einer Seite zusammen.
Bei aller Kritik darf man aber nicht vergessen, dass in diesem Buch tatsächlich 364 Museen angeführt sind und ich so einen guten Überblick über die Museumslandschaft von Rheinland-Pfalz bekam.
BESCHAFFENHEIT
Die Seiten des Buches waren geklebt und machten zumindest in den bisherigen drei Monaten intensiven Gebrauchs einen stabilen Eindruck. Der vordere in Hochglanz ausgeführte Buchdeckel zeigte eine Nahaufnahme einer Schatztruhe aus dem 17. Jahrhundert und unterstrich somit den Titel des Buches. Auf den Innenseiten der Buchdeckel waren die Standorte der besprochenen Museen in einer Landkarte des Bundeslandes Rheinland-Pfalz eingezeichnet.
Dabei wurde leider nicht von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, mit Hilfe von Raster und alphanumerischen Codes die Orte leicht auffindbar zu machen.
Das Buch war mit seinen 416 Seiten relativ dick und war schmäler aber gleich hoch wie das A5 Format. Es passte dadurch leider nur in größere Jackentaschen.
Resümee
Das Buch gab mir in erster Linie einen guten Überblick über die 364 bedeutendsten Museen im Bundesland Rheinland-Pfalz. Die Informationen boten mir aber nur einen ungefähren Eindruck über den Inhalt der Museen und ersparten mir leider nicht eine weitere zeitintensive Recherche hinsichtlich genauer Inhalte und Anfahrtswege.
Schatzsuche - Museen in Rheinland-Pfalz
Diverse Autoren
Verlag Michael Farin, München 1999
ISBN 3-923646-98-4