Mein Spaziergang durch die Altstadt von Salzburg führte mich auch zum ehemaligen Bürgerspital. Dieses beherbergt seit 1978 eine vom Ehepaar Folk gestaltete Spielzeugsammlung.
Nachdem ich mit Spielzeugmuseen schon sehr schöne Erfahrungen in Nürnberg und München gemacht hatte, wollte ich mir natürlich auch die Salzburger Ausgabe dazu ansehen. Dazu begab ich mich in den Hof des ehemaligen Bürgerspitals von Salzburg.
Dieser wäre schon ein Bericht für sich wert. Liegt dieser Renaissance-Arkadenhof doch direkt am Felsen des Mönchsbergs. Das Spielzeugmuseum bildet dabei einen Flügel des Hofs, der in den Jahren 1556 - 1562 errichtet wurde.
Das Spielzeugmuseum selbst erstreckte sich über mehrere Stockwerke. Im Erdgeschoss war ein Kasperltheater untergebracht, in dem sich zum Zeitpunkt meines Besuches aber niemand befand. Schade, dass gerade keine Vorstellung stattfand. Hätte der Kasperl dann seine berühmte Frage gestellt ('Seit ihr alle da?'), hätte ich mal die ungewöhnliche Antwort 'Nein!' geben können.
Im oberen Stockwerk ging es dann mit Spielzeugmodellen aus den letzten 300 Jahren weiter. Besonders in Erinnerung blieben mir dabei eine Modelleisenbahn der Firma Rocco und Baukastensysteme, wo man noch ganze Schlösser aus Holzklötzen bauen konnte.
Weiters gab es noch einige optische Spielereien zu sehen, wie etwa eine Camera Obscura. Dieser Teil der Sammlung ging dann auch nahtlos in eine Sammlung von sehr alten Kameras, was ich dann schon nicht mehr als Spielzeug bezeichnen möchte.
Es gab dann noch etwas anderes zu sehen, was fernab von Spielzeug war. Mir aber trotzdem sehr gefiel. In den Räumen des Museums waren früher Wohnungen für arme Leute untergebracht. Die eigentlich nur aus einer Kammer bestanden. Genau so eine Kammer war noch vollständig erhalten und stand zur Besichtigung frei.
So spannte das Museum für mich einen Bogen vom Kasperltheater für die Kleinsten über die technischen Spielzeuge der Größeren bis hin zur einfachen Wohnstätte der armen Bevölkerung Salzburgs. Beim Rückweg machte ich übrigens noch einen Abstecher in das angrenzende Musikinstrumentenmuseum, in dem ich eine Vielzahl von merkwürdig geformten Instrumenten sah.
Weitere Reisenotizen und Links
Webseite des Museums