Einigen Sportbegeisterten wird der Ort Bischofshofen vielleicht von dem einen oder anderen Skispringen bekannt sein. Tatsächlich befindet sich die Sprungschanze in der Nähe des Bahnhofes, kann aber leider von diesem nicht eingesehen werden.
Der Bahnhof Bischofshofen ist ein wichtiger Bahnknotenpunkt im Bundesland Salzburg. Über ihn laufen die Verbindungen zwischen Salzburg und Kärnten, zwischen Westösterreich (Vorarlberg, Tirol) und Ostösterreich (Steiermark). Auch die Verbindungen vom süddeutschen Raum nach Südösterreich und Slowenien bzw. Kroatien verlaufen über diesen Bahnhof. Ich selbst benütze ihn sehr oft, wenn ich nach Deutschland oder in die Schweiz fahre.
Beim Umsteigen ist darauf zu achten, dass sich hier viele Züge kreuzen und bekanntlich ist von den vielen ein- und ausfahrenden Zügen leider immer nur genau einer der richtige Anschlusszug.
Manchmal gibt es noch eine weitere Umsteigemöglichkeit im weiter westlich gelegenen Bahnhof Schwarzach-St. Veit. Gerade bei Verspätungen kann es sinnvoll sein, im anderen Bahnhof umzusteigen, weil dort die Gegebenheiten besser sind. Im Zweifel am Besten den Schaffner fragen.
Vor dem Bahnhof gibt es einige wenige Parkplätze (< 10 Plätze). Vielleicht 50 Meter entfernt gibt es dann noch ein Parkhaus im großen Karo Kaufhaus.
Eine Spezialität stellt ein sehr modern wirkender Fahrradabstellplatz. Hier kann man die Fahrräder in eine spezielle Art von Vorrichtung einhängen, das sie ganz sicher nicht umfallen.
Der Bahnhof ist eigentlich recht übersichtlich. Von der Bahnhofshalle gibt es genau einen Personentunnel, von dem man auf die Bahnsteige gelangt. Dieser Personentunnel kreuzt genau in der Mitte der Bahnsteige, so dass man es von beiden Bahnsteigenden gleich weit zum Personentunnel hat. Die Bahnsteige sind allerdings länger als die Überdachungen, was schon mal zur Nässe beim Umsteigen führen kann.
Die Ausschilderung funktioniert sehr gut, die übergroßen Ziffern im Personentunnel lassen keinen Zweifel über, wo jetzt Bahnsteig 5 ist.
Der Fahrkartenverkauf erfolgt im Mobilitätscenter. Das ist eine Mischung aus Fahrkartenverkauf, Reisebüro und Stehcafé.
Ein Service wie etwas Gepäckträger oder spezielle Auskunftskräfte gibt es auf dem Bahnhof leider nicht. Auf den Bahnsteigen befinden sich aber Hebebühnen für Rollstühle und Gepäckwagen, die man gegen Pfand verwenden kann.
Seit dem Umbau des Bahnhofes im Jahre 2003 konnte ich keine Schließfächer mehr entdecken, was ich persönlich als sehr schade empfinde.
Die Toiletten befanden sich am Bahnsteig 1, wo es für Personen mit Rollstühlen eine extra Toilette gibt. Die Bahnsteige kann man mit Aufzügen benutzen, die Stiege zum Ort hinauf wird durch einen mit dem Aufzug erreichbaren Übergangssteg erleichtert.
Die Information der Reisenden erfolgt zu einem im Mobilitätszentrum, zum anderen über die Monitore und elektronischen Anzeigetafeln. Im Mobilitätszentrum befand sich in den letzten Wochen aber immer nur ein Schalterbeamter, der noch dazu eine Art Minicafé mitbedienen musste.
Neben den sehr gut sichtbaren Zuganzeigen an den Bahnsteigen gibt es noch Wagenstandsanzeiger und Monitore bzgl. der aktuelles Abfahrtszeiten.
Die Tourismusinformation befindet sich außerhalb des Bahnhofes und ist innerhalb einer Minute erreichbar. Dazu muss man aus dem Bahnhof raus und die Treppe beim Eissalon rauf gehen. Oder man fährt mit dem Aufzug in das 2.OG und nimmt den Übergangssteg. Sobald man die Hauptstraße erreicht hat, steht man der Tourismusinformation gegenüber.
Eine Bahnhhofsgastronomie gab es früher mal, diese musste aber dem neuen Gleisverlauf weichen. Stattdessen kann man nun im Mobilitätscenter seinen Kaffee trinken und in einer Bäckerei (MO-FR 05:30-18:30, SA 06:00-14:00, SO 07:00-12:00) seine Brötchen kaufen.
Direkt vor dem Bahnhof befindet sich eine Pizzeria und Eisdiele, also ideal für Winter und Sommer.
Die nötigen Euros für die Pizza kann man bei zwei Geldausgabeautomaten vor dem Bahnhof abheben. Eine Post befindet sich gleich neben dem Bahnhof (MO-FR 08:00-19:00, SA 08:00-10:00, auch eine Sparda Bank befindet in ca. 50 Meter Entfernung.
Vor dem Bahnhof befindet sich eine Bushaltestelle der Bundespost. Während meiner Aufenthalte sah ich öfters ein bis zwei Taxis, mehr allerdings nicht.
So richtige Hotels gibt es nicht gerade direkt am Bahnhof. Wenn ich mir mal während des Umsteigens die Beine vor dem Bahnhof vertreten habe, fiel mir lediglich das Haus Metzgerwirt auf, das Fremdenzimmer anbot.
Die Bahnsteige sind nach dem modernsten Stand der Technik ausgestattet. Das Gebäude selbst ist schon eher älter, die Inneneinrichtung natürlich nach dem Umbau nun auch auf modernsten Stand. Besonders gut gefällt mir der Übergangssteg, der direkt vom Ort Bischofshofen in ein Obergeschoß des Bahnhofes führt. Dadurch erspart sich der Reisende das mühevolle Stiegensteigen, wenn er in die gegenüber dem Bahnhof leicht erhöhte Ortschaft möchte.
Am Bahnhof gibt es keine Wachstube. Die übersichtlichen Bahnsteige waren während meiner Aufenthalte bisher nur von Reisenden bevölkert und erschienen mir als sicher.
Zum Schluss noch etwas über die Sehenswürdigkeiten rund um dem Bahnhof. Die größte Sehenswürdigkeit sind wohl die Alpen, in deren Mitte sich der Bahnhof befindet. Während ich auf meine Anschlusszüge warte, blicke ich immer wieder träumend auf die hohen Berge rund um den Bahnhof und ziehe genießerisch die kühle Bergluft ein.
Auf der Strecke von Bischofshofen nach Salzburg gibt es dann so zehn Minuten von Bischofshofen entfernt eine ganz tolle Sperrfestung, die Burg Hohenwerfen. Die Bahn zwängt sich unter der Festung durchs enge Tal, also Fotoapparate bereithalten!
Durch den großen Umbau im Jahre 2003 ist der Bahnhof besonders gut mit Aufzügen und Informationsmöglichkeiten ausgestattet. Wartezeiten im Bahnhof werden mit einem tollen Blick auf die Alpen versüßt. Worauf man sich einstellen sollte, ist die nur sehr geringe Möglichkeit sich mit Lebensmitteln, Zeitschriften direkt am Bahnhof einzudecken.
Weitere Reisenotizen und Links
Webseite über Bischofshofen