Der Bahnhof Linz war mir bisher vor allem durch meine Besuche in dieser Stadt, aber auch durchs Umsteigen bei meinen Fahrten in den norddeutschen und ostdeutschen Raum vertraut geworden.

Lage

Der Bahnhof liegt an der Westbahnstrecke zwischen Wien und Salzburg und stellt einen Knotenpunkt zur Bahn nach Süden in Richtung Steiermark, bzw. nach Norden in Richtung Böhmen dar. In der Stadt Linz liegt er zwar nicht im Zentrum, ist aber durch die Straßenbahn gut mit dem Zentrum verbunden. Verwaltungstechnisch befinden sich so wichtige Gebäude wie die Bezirkshauptmannschaft Linz Land und der das Dienstleistungszentrum des Landes Oberösterreich in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof.

Parken

Dem Bahnhof war direkt ein Parkhaus angeschlossen, das von den Personentunnel unter Dach erreicht werden konnte. In diesem Parkhaus befand sich auch ein Bereich, der für Fahrräder reserviert war. Interessant fand ich an dieser Stelle, dass man sich dort auch Fahrradboxen zur Aufbewahrung von zwei Fahrrädern um 72 Euro im Jahr mieten konnte.

Weitläufigkeit

Die Bauweise des Bahnhofes empfand ich bisher immer als etwas weitläufig, da sich seine funktionalen Einheiten auf drei Ebenen verteilen. Die oberste Ebene enthält den Haupteingang des Bahnhofes und bietet neben dem Cafe de Paris einige Läden. Begibt man sich über die Rolltreppen eine Ebene tiefer, kommt man auf die Ebene der Personentunnel, die die Bahnsteige miteinander verbinden. Hier befindet sich auch die große Halle, wo so wichtige Punkte wie der Fahrkartenverkauf, die Information und die Fressmeile angeordnet sind. Von hier kann man noch eine Ebene tiefer fahren und damit die Straßenbahnen erreichen. Leicht verwirrend empfand ich für mich die Anordnung der Rolltreppen. Die Treppe nach oben und die Treppe nach unten befanden sich nicht nebeneinander sondern sind an den Bahnsteigen hintereinander zu finden.

Ausschilderung/Information

Dafür war Ausschilderung war im Hauptbahnhof Linz sehr großzügig gestaltet. An allen Ecken und Enden informierten mich die blauen Schilder über die dahinter liegenden Angebote des Bahnhofes. Große Displays zeigten die aktuellen An- und Abfahrten bzw. Verspätungen an.

Fahrkartenverkauf

Der Fahrkartenverkauf erfolgt im Reisezentrum in der Halle des Bahnhofes. Dieses hatte tägliche Öffnungszeiten von 06:00 bis 21:00. Das gleich anschließend gelegene Reisebüro war nur Montags bis Freitags von 08:00 bis 17:00 geöffnet. Weitere Fahrkartenautomaten befanden sich aber mitten in der Halle auf der Höhe der Personentunnel. Der Bahnhof selbst war übrigens rund um die Uhr geöffnet.

Service

Ein besonderes Service wie Gepäckträger oder mobiles Informationspersonal war mir nicht aufgefallen. Was ich ehrlich gesagt bei diesem modernen Bahnhof vermisse: eine Lounge, wie es sie zum Beispiel in Wien, Salzburg, Klagenfurt und Innsbruck bereits gibt.

Schließfächer

Die Schließfächer befanden sich auf der Ebene der Personentunnel beim Übergang zu den Parkdecks. Dort wurden Fächer in verschiedenen Größen zu den Preisen 2.00, 2.50 und 3.50 Euro angeboten.

Toiletten/Mobilität

Die Toiletten befanden sich gegenüber den Schließfächern. Der Zugang zu ihnen wurde mit einer Absperrung gesichert, die sich erst nach Einwurf von 50 Cent öffnete. Die Bahnsteige und der Personentunnel waren mit Spuren zur Führung von blinden Fahrgästen ausgestattet. Die Bahnsteige waren sowohl über Aufzüge, als auch über Rolltreppen erreichbar. Die Aufzüge befanden sich allerdings nicht gerade in der Mitte, sondern mehr an jenem Ende der Bahnsteige, der Richtung Wien weist.

Tourismusinformation

Eine Tourismusinformation entdeckte ich an diesem Bahnhof bisher noch nicht.

Gastronomie/Kiosk

Für die gastronomische Bedürfnisse dient eine Art Fressmeile, wo man sich in Selbstbedienung mit internationaler Küche bedienen kann. So finden sich dort nebeneinander, ein Grieche, ein Italiener, ein Chinese und ein österreichischer Spezialität für Leberkäste (Fleischkäse). Diese Fressmeile hat auch Sonntags geöffnet.

An Sonntagen hingegen geschlossen hatten die Filialen von verschiedenen Handelsketten, wie etwa Spar, Bipa oder Morawa. Ein Friseur wäre für den flotten Haarschnitt vorhanden gewesen, ein Internetcafe der Kette Speedway hätte mir flotten Zugriff aus Internet ermöglicht.

Am Bahnhofsvorplatz befindet sich noch ein Postamt mit angenehmen Öffnungszeiten: MO-FR 07:00 - 21:00, SA 09:00 - 18:00, SO 09:00-13:00.

Bank/Post

Im Bahnhof selbst befanden sich eine Selbstbedienungszone der Raiffeisenbank, sowie Filialen der Verkehrskreditbank und der Sparda Bank. Ein Geldausgabeautomat war vorhanden. Am Bahnhofsvorplatz befand sich noch ein Postamt mit angenehmen Öffnungszeiten: MO-FR 07:00 - 21:00, SA 09:00 - 18:00, SO 09:00-13:00.

Taxis/Öffentlich

Alle öffentlichen Verkehrsmittel und die Taxis können unter Dach erreicht werden. Die Straßenbahn fährt ein Geschoss tiefer als die Personentunnel ab, wofür sie von den Einwohnern der Stadt Linz auch gerne als U-Bahn bezeichnet wird. Die Busse fahren vom dem Bahnhof angeschlossenen Dienstleistungszentrum des Landes Oberösterreich ab. Die Taxis stehen direkt vor dem Bahnhof und sind ebenfalls durch ein Flugdach gegen Regen geschützt.

Hotels

Direkt gegenüber des Bahnhofs befand sich ein Hotel der Kette IBIS, in dem ich im Jahre 2003 bereits einmal übernachtet hatte und mit dem ich sehr zufrieden war.

Design

Der Bahnhof wurde Ende 2004 eröffnet und erstrahlt in einem sehr modernen Design.

Sicherheit

Die Sicherheit scheint gewährleistet zu sein, da viele Punkte des Bahnhofes mit Videokameras überwacht werden und es auch Notrufsäulen zur Alarmierung des Bahnhofssicherheitsdienstes gibt.

Resümee

Der Bahnhof ist einer der modernsten Bahnhöfe in Österreich. Sehr interessant finde ich die kleine angenehme Fressmeile, bedauerlich ist vielleicht das die großen Läden am Sonntag nicht geöffnet haben.

Zurück nach oben - Letzte Änderung: 01. Dezember 2005

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