Bereits während meines ersten Besuches in Innsbruck pilgerte ich zum Golden Dachl, dem Wahrzeichen der Stadt. Dieses war mal jener Punkt, wo Kaiser Maximilian, der letzter Ritter, seine Innsbrucker huldvoll grüßte. Ein Grund mehr, mal diese schöne Bauwerk von innen zu besichtigen.
Der Eintritt kostete mir 1,80 Euro (Ermäßigung durch die Ö1 Karte). Das Fotografieren war nicht erlaubt. Als Garderobe stand ein einsamer Kleiderständer zur Verfügung. Im Preis war ein Audio Guide inbegriffen, mit dessen Hilfe die ausgestellten Schaustücke lebendig erklärt wurden. Beim Marsch zum Maximileum, so hieß das Museum in dem Gebäude mit dem Goldenen Dachl kam ich auch am Trauungssaal vorbei.
Die Schaustücke waren auf 11 Vitrinen verteilt. Jede Vitrine war einem Schaustück gewidmet. Insgesamt eine sehr übersichtliche Sammlung in genau einem Raum. Besonders gut gefiel mir die Atmosphäre in dem Raum.
Im zweiten Raum gab es noch einen Film zu sehen. Auch hier wurde via Audio Guide erklärt, wobei der Audio Guide auf die jeweilige Szene im Film synchronisierte. Meiner Ansicht sollte man sich den Film unbedingt zur Gänze ansehen, da er sich sehr gut mit den Schaustücken ergänzt. Zum Teil wird wiederholt, aber wie wir aus der Schule wissen, sind es die Wiederholungen, die uns vorwärts bringen.
Als Abschluss besuchte ich dann das Goldene Dachl selbst. Oder besser gesagt, den Raum, zu dem der Erker unter dem Goldenen Dachl gehört. Betreten konnte ich diesen erst, nachdem ich meine zuvor gekaufte Eintrittskarte in einen Automaten gesteckt hatte und sich eine Schranke öffnete.
Leider konnte ich nicht wirklich auf den Erker hinaus treten und das darunter verweilende Volk huldvoll grüssen. Direkt am Türsturz war eine Absperrung, die nur den Blick in den Erker und auf den Platz davor erlaubte. Über Spiegel am Boden konnte ich ein wenig die Malereien auf der Decke des Erkers bewundern, die sonst für mich unsichtbar gewesen wären.
Kleiner Tipp beim Verlassen des Raumes: Man muss noch mal den Automaten mit der Eintrittskarte füttern, dann öffnet sich auch wieder der Schranken.
Insgesamt hat mir der Besuch gut gefallen. Film und Audio Guide geben eine gute Einführung in das politische Leben von Maximilian. Die Schaustücke warfen mich in ihrer Anzahl nicht gerade um, aber wurden durch den Text gut aufgewertet. Der Blick auf den Erker gehört meiner Meinung einfach dazu. Was man beim Besuch auf keinen Fall versäumen sollte: Die Räume einfach mit dem Gefühl durchschreiten, hier war mal der letzte Ritter unterwegs.
Weitere Reisenotizen und Links
Webseite über das Goldene Dachl