Im Mai 2006 besuchte ich Schloss Tratzberg und genoss eine Spezialführung, die mir auch in das Dachgeschoss des Tiroler Schlosses zeigte.

Das Schloss war mir schon während meiner ersten Bahnfahrten nach Innsbruck aufgefallen. Zwischen Jenbach und Schwaz erhob es sich im blendenden Weiß auf der nördlichen Innseite.

Dort wurde es um rund 1500 von den Brüdern Veitjakob und Simon Tänzl erbaut. Später hatte es neben anderen auch so berühmte Besitzer wie die Augsburger Handelsfamilie Fugger.

Mit Hilfe einer kleinen Elektrobahn erklomm ich die letzten Höhenmeter rauf zum Schloss. Oben angekommen ordnete ich mich in den Besucherstrom ein, der grüppchenweise durch die bemerkenswerten Räume geführt wurde.

Neben den künstlerischen Aspekten gefiel mir dabei ein technisches Detail: Über allen Türen der Räume befand sich eine Art Loch, welches die Luft zirkulieren ließ. Eine mittelalterliche Klimaanlage wie mir die Führerin erklärte.

Viele der Räume sind noch mit Möbel aus dem 16. Jahrhundert ausgestattet aber das Besondere war für mich der Habsburgersaal. Dieser war mit einer Art Stammbaum des Hauses Habsburgs an allen vier Wänden ausgemalt.

Nachdem ich mir alle Habsburger genau angesehen hatte und dabei unweigerlich den Hals verrenkt hatte ging es weiter in das Dachgeschoss.

Dort angekommen fielen mir merkwürdige Kreidezeichnungen an den Wänden auf. Ich rätsle heute noch, ob diese noch Original sind oder nach alten Vorlagen nachgezogen.

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