Im Juli 2006 spazierte ich in Regensburg über eine der ältesten noch erhaltenen Brücken Europas. Die steinerne Brücke wurde 1135 bis 1146 gebaut.

Nachdem ich mich in der historischen Wurstkuchl unweit der steinernen Brücke gestärkt hatte betrat ich die aus dem 12. Jh. stammende Brücke durch den einzigen noch erhaltenen Turm.

Ursprünglich gab es hier drei Türme. Einer fiel einem Eisstoß, ein weiterer Napoleon zu Opfer. Die Brücke, welche als Vorbild für viele weitere mittelalterliche Brücken gilt, blieb.

So spazierte ich über die Brücke mit ihren zahlreichen Bögen, von denen einzelne im Laufe der Zeit auch schon die eine oder andere Sprengung mitmachten. Zuletzt im zweiten Weltkrieg.

Viel interessanter war für mich aber deren Herstellung. So erfuhr ich später, dass man beim Bau der Pfeiler schon Fangdämme aus Eichenbohlen verwendete. Clever.

Angeblich war beim Brückenbau auch der Teufel beteiligt. Der als Lohn die ersten drei Seelen für sich forderte. Angeblich schickte man deshalb zur Einweihung zuerst einen Hahn, eine Henne und einen Hund über die Brücke. Armer Teufel.

Nun war aber ich auf der Brücke. Mein Spaziergang Brücke führte mich an das Bruckmandl (Brückenmännchen) vorbei, welches aus einer Säule hockend in die Ferne blickend.

Solidarisch blickte ich mit. Weiter stromabwärts entdeckte ich die beiden Schiffe des Donau-Schiffahrts-Museum von Regensburg. Der Blick zurück fiel auf den großen Salzstadl. Ein schöner Fotopunkt.

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