Im Februar 2007 besuchte ich die ständige Ausstellung 'The Story of Berlin' am Kurfürstendamm und betrat im Rahmen einer Führung einen ehemaligen Atomschutzbunker.

Auf dem Kurfürstendamm gibt es ein multimediales Museum, das die Geschichte von Berlin erklärt. Sein Name lautet auf gutem Neuberlinerisch 'The Story of Berlin'. Der Eingang zum Museum war in einer Einkaufspassage untergebracht.

Im Eintrittspreis war auch eine Führung durch einen Bunker aus der Zeit des Kalten Krieges eingeschlossen. Dazu musste ich aber noch ein wenig warten. Ich vertrieb mir die Zeit im Vorraum zum Museum, der mit zahlreichen Bildern ausgestattet war.

Der Bunker war ernüchternd für mich. Ich weiß nicht, was ich mir darunter vorgestellt hatte, aber irgendwie war der Bunker sehr simpel. Angeblich wurde er nie auf Funktion getestet.

Es hätte mich schon interessiert wie 3600 Menschen 14 Tage lang nur in ihren Betten gelegen wären. Dafür war unsere Führerin umso beeindruckender. Eine große schlanke Schwarzhaarige erklärte uns die Anlage sowohl in Deutsch als auch in Englisch.

So erfuhren wir, dass für die ganze Anlage kein Arzt vorgesehen war. Man ging einfach davon aus, dass unter den 3.600 Menschen sich schon ein Arzt befinden würde.

Dabei war die genaue Lage des Bunkers geheim. Man hätte es dem Zufall überlassen, wer ihn finden würde und war nicht. Als Nahrung war nur Brot und Wasser vorgesehen.

Die Betten standen dicht an dicht, wobei drei Betten übereinander angeordnet waren. Ich durfte mich in eines dieser Betten legen und stellte fest, dass ich gerade noch darin Platz fand.

Wäre ich größer gewesen, hätte ich wohl meine Füße in das nächste Bett ragen lassen müssen. Was das Überleben für meinen Nachbarn wohl noch unerträglicher gemacht hätte.

Nach diesen beklemmenden Einsichten in einen Atomschutzbunker ging es wieder zurück an die Oberfläche und ich tauchte in die eigentliche Ausstellung von 'The Story of Berlin' ein.

Ich bewegte mich dabei entlang einer Zeitachse von der Gründung der Stadt bis heute. Der Zeittunnel war interessant, da den Ereignissen in Berlin auch internationale Ereignisse gegenübergestellt wurden.

Im Kino gefiel mir ein Film besonders gut. Er zeigte Luftaufnahmen von Berlin aus der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg. Darauf konnte man sehr gut sehen, welche Plätze von heute früher noch dicht mit Häusern bebaut waren.

Wie überhaupt die Stadtentwicklung gut erklärt war. Wie aus einer kleinen Siedlung auf einer Insel eine Metropole wurde. Leider musste ich meine Betrachtungen abrupt abbrechen. Das Museum schloss seine Pforten und ich stand wieder am Kurfürstendamm.

Zurück nach oben

Weitere Reisenotizen und Links
Webseite der Ausstellung

© 1997 - 2010 Impressum