Im Februar 2007 besuchte ich die Innsbrucker Hofkirche, welche das leere Grab von Kaiser Maximilian I. barg, und sah mir die 'Schwarzen Manda' mal genauer an.

Von den schwarzen Manda hatte ich schon als Kind viel gehört und es war mir klar, dass ich diese mal besuchen werden würde. Aber erst nach mehreren Aufenthalten in Innsbruck gelang es mir, den Weg zur Hofkirche zu finden. Diese befindet sich neben der Hofburg, zu der sie ja auch lange Zeit funktionell gehörte.

Ich betrat die Kirche durch einen dicken Vorhang und war sofort mit ihnen konfrontiert: den schwarzen Figuren, die rund um den Kenotaph des Kaisers Maximilan I. standen. Ihr Anblick ließ mich frösteln, waren sie doch übermannsgroß gefertigt. Auch war ich allein in der Kirche, allein mit einer Menge von Geschichte.

Gleich neben dem Eingang stieß ich auf das Grab von Andreas Hofer, jenem legendären Tiroler, der im Jahr 1809 einen Aufstand gegen die Französische und Bayerische Besatzung in Tirol anführte. Zu Füssen der plastischen Grabfigur etwas einsam die Platten über den Gräbern seiner Mitstreiter Speckbacher, Haspinger und Hauger

Doch zurück zum Grab von Maximilian. Wirklich begraben ist er ja in Wiener Neustadt. Dieses hier ist also leer. Dafür ist es umso schöner ausgestaltet. An den Seiten befinden sich Reliefs mit Episoden aus dem Leben Maximilians. Geschützt werden die Reliefs durch schmiedeeiserne Gitter was das Betrachten leider etwas erschwert.

Und dann noch die dunklen Statuen. Von der Idee her sollen es die Vorfahren von Kaiser Maximilian gewesen sein. Aber das kann ich mir bei manchen Figuren wie zum Beispiel bei König Artus oder dem Ostgotenkönig Theoderich nicht gut vorstellen. So sind wohl diese eher seine Vorbilder gewesen.

Lange Zeit betrachtete ich die zahlreiche Details an den Statuen. Diese unterschieden sich stark voneinander, abgesehen davon, dass verschiedene Personen dargestellt wurden. Doch auch Kleidung und Ausrüstung bildeten eine vielfältige Möglichkeit immer neue Details kennen zu lernen.

Die Männer blickten eher finster drein, die Frauen wirkten dafür anmutig. Prachtvoll der knienden Mann auf dem Kenotaph, er stellt den Kaiser selbst dar.

Über eine Treppe gelangte ich in die Silberne Kapelle. Einem weiteren Grabmal für eine hochgestellte Persönlichkeit. Hier wurde Erzherzog Ferdinand II. begraben. Sein Grabmal war schon etwas schlichter gefertigt, doch beeindruckte auch hier das Arrangement. Auch der prominent platzierte Funeralharnisch des Verstorbenen verfehlte seine Wirkung nicht.

Nachdenklich verließ ich die stimmungsgeladene Hofkirche. Ich hatte schon ähnlich gemeinte Grabmäler in Frankreich gesehen, doch dieses hier beeindruckte mich vor allem durch die Kombination aus feinen weißen Reliefs und wuchtigen schwarzen Figuren. Die Schwarzen Manda sind zu Recht in Innsbruck eine Sehenswürdigkeit....

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