Im März 2007 setzte ich mich in den Gastgarten der Hauptwache und probierte zum ersten Mal die Grüne Soße, ein Gericht, dass schon Goethe gerne aß.

Die Hauptwache in Frankfurt ist zweierlei: Einerseits ist es ein großer Platz, andererseits handelt es sich dabei um ein Gebäude, von dem der Platz den Namen erhielt.

Da gerade Mittagszeit war, setzte ich mich in den Gastgarten des Gastronomiebetriebes der Hauptwache. Puh, fast hätte ich es bereut. Die Sonne schien ihre geballte Kraft genau auf meinen Sitzplatz konzentriert zu haben.

Nun saß ich im aufgerollten Hemdsärmeln da und studierte die Speisekarte. Ich entschied mich für Grüne Soße. Ein Frankfurter Gericht, dass Goethe schon sehr gerne gegessen haben soll.

Während ich auf das Essen warte, blättere ich in meinem Reiseführer. Die Hauptwache wurde 1729/30 fertig gestellt und diente als Wachgebäude der Frankfurter Miliz. Aber auch als Gefängnis war es in Funktion.

Die besseren Gefangenen wurden dazu im Dachboden eingesperrt, die Schwerverbrecher mussten jedoch im Keller ihr Leben fristen. Ich hingegen 'saß' bei meinem Besuch zu ebener Erde, was meinen Missetaten wohl angemessen war.

Unter den Gefangen war auch mal der Bruder des Stifters des Senckenberg Museums. Also eh lauter anständige Leute. 1833 kam es zu einem Sturm auf die Hauptwache, in deren Folge man gerne die Gefangenen befreit hätte. Gelang aber nicht.

Am Abend versuchte ich noch raus zu finden, was eigentlich in der grünen Soße enthalten war. Angeblich waren es Boretsch, Kerbel Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer, Schnittlauch und Zitronenmelisse.

Mir persönlich schmeckte die grüne Soße nicht so gut. Aber das Sitzen auf diesem prominenten Platz in Frankfurt am Main hatte ich sehr genossen.

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Weitere Reisenotizen und Links
Wikipedia über die Hauptwache

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