Die Besonderheiten der Festung sind das Wahrzeichen von Kufstein, der Kaiserturm, und die Heldenorgel. Neben einen Blick auf Kufstein und den grünen Inn, kann man auch einen Blick in ein Heimatmuseum und in den ehemaligen Gefängnisturm werfen.

Hoch über Kufstein wacht eine Festung. Früher bewachte sie nicht nur Kufstein, sondern eine der großen Einfallwege nach Tirol. Deshalb war sie auch stark umkämpft. Heute aber erreicht man sich ganz einfach über einen Schrägaufzug. Technisch gesehen ist es ein Schrägaufzug, genannt wird es aber Panoramabahn Kaiser Maximilian.

Über diesen gelangte auch ich in das Bollwerk und strebte gleich in das Museum. Dieses hatte den Charakter eines Heimatmuseums für den Raum Kufstein. Gleich am Anfang wurde ich von Skeletten begrüßt. Das war passend, galt doch der Raum Kufstein als Fundort von sehr frühen menschlichen Siedlungen.

In weiterer Folge werden verschiedene Ereignisse aus der Geschichte Kufsteins thematisiert. Dazu gehören natürlich die verschiedenen Eroberungsversuche der Burg, vor allem durch die Bayern. Aber auch von österreichischer Seite wurde es versucht. Dabei wurde auch schwerste Geschütze aufgefahren, die ich später noch sehen sollte.

In einem Raum wurden Zunftzeichen gezeigt. Hier wunderte ich mich, was man wohl früher mit diesen Zunftzeichen gemacht haben mag? Immer rum getragen?

Nach soviel Museum ging ich in das Festungsrestaurant. Dieses hatte einen besonderen Raum aufzuweisen, in dem Ritteressen veranstaltet werden. Wirklich sehr sehenswert, leider war ich gerade kein Ritter. Essen wollte ich aber trotzdem.

Nachher ging es rauf in den Kaiserturm, dem Wahrzeichen von Kufstein. Heute kann man das ja fröhlichen Mutes tun. Früher war das nicht so sicher. Da diente der Turm als Gefängnis. Heute zeugt davon eine Ausstellung, die über die verschiedenen Gefangenen Leute berichtet und auch den Zutritt zu den ehemaligen Zellen ermöglicht.

Aber das war noch nicht die letzte Ausstellung, die ich an diesem Tag in der geräumigen Burg gesehen haben sollte. In einem weiteren Gebäude gab es ein paar Stücke und Bilder über die Zeit des ersten Weltkrieges zu sehen. Passend zum ersten Weltkrieg, wäre auch die Heldenorgel zu erwähnen.

Diese wurde in der Zeit der ersten Republik errichtet und sollte an die Gefallenen des ersten Weltkrieges erinnern. Ihre Lage ist außergewöhnlich. Sie befindet sich nicht im Inneren einer Kirche sondern direkt an der Festung. Von dort wird sie täglich gespielt, zur Erinnerung an die Gefallenen und wahrscheinlich auch zur zeitlichen Orientierung so mancher Kufsteiner.

Die Orgel kann man übrigens auch besichtigen, man sollte es auch tun. Den in dem Raum hinter der Orgel sind weitere Ausstellungsstücke über den ersten Weltkrieg zu sehen. Eine Spur zum zweiten Weltkrieg kann man dann im Felsengang aufnehmen. Dieser war damals zu einem Luftschutzraum umgebaut worden, von dem man heute noch die Betonmauern sehen kann, die den Luftdruck der Explosionen abwehren sollten.

Der Gang in die Josefsburg war leider durch eine Absperrung verwehrt. Aber diese hat ohnehin durch eine moderne Arena ihren mittelalterlichen Reiz verloren. Eine Arena wo man jährlich Aufführungen erleben kann.

Den Rückweg trat ich dann über einen gedeckten Gang an, der mich wieder runter in die Stadt brachte. An einer Stelle gab es was bemerkenswertes zu sehen: Ein Fenster. Durch dieses brachen seinerzeit bayerische Truppen in die Burg ein und konnten sie tatsächlich erobern. Ich sage ja immer wieder, man soll in der Nacht keine Fenster offen stehen lassen.

Genauso wie die Burg von unten groß und mächtig wirkt, ist sie es oben auch. Zahlreiche Räume sind begehbar, man erfährt viel über die Geschichte des Kufsteiner Raumes und auch einiges über die österreichische Strafgerichtsbarkeit. Und gut essen kann man auch....

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