Im Oktober 2007 besorgte ich mir ein Buch über Burgen rund um Wien. In diesem wurden mir vor allem die Geschichten und die Sagenwelt von Burgen und Burgruinen geschildert.

Nachdem ich mir bereits ein Buch über Burgen in Niederösterreich durchgelesen hatte, wollte ich meine Kenntnisse über niederösterreichische Burgen verfeinern.

Dazu wählte ich ein Buch, dessen Titel mir die Eingebung gab, dass man die darin besprochenen Burgen sehr gut von Wien aus besuchen könnte.

Der Autor des Buches war Heinz Gerstinger, den ich bereits von einigen anderen Büchern mit kulturhistorischen Themen kannte. Mit Jahrgang 1919 war der Autor im doppelte Sinne schon ein 'alter' Hase auf diesem Gebiet.

Von ihm hatte ich übrigens auch den Gedanken übernommen, warum eigentlich Burgen so faszinierend auf uns Menschen wirken können. Denn er formulierte den Gedanken, dass die stark angepasste Bauweise der Burgen an die jeweiligen Landschaftsverhältnisse sie so reizvoll macht.

Ich denke, da ist was wahres dran. Jede Form der Architektur der Gegenwart neigt ja dazu zuerst das Gelände zu planieren. Nicht so die Burgen. Diese schmiegen sich auf Felskuppen oder ducken sich auf kleine Inseln.

Aber zurück zum Buch. Besprochen wurden in dem Buch rund 30 Burgen, die allerdings so nahe an Wien auch nicht waren. Die Burgruinen Rosenstein und Maidenburg befanden sich zum Beispiel in Mähren, die Burg Theben in der Slowakei.

Die Burgen auf österreichischen Boden verteilten sich entlang der Donau bis nach Melk bzw. erstreckten sich im Süden bis in den Raum Gloggnitz.

Entfernungen, die man mit dem Wagen aber gut bewältigen könnte. Die Anfahrt war im Buch kurz und prägnant mit Startpunkt Wien beschrieben. Auch eine eventuell vorhandene Einkehrmöglichkeit wurde genannt.

Besonders achtete ich auf die Nennung von Öffnungszeiten, was aber bei vielen der beschriebenen Burgruinen nicht nötig war. Die meisten Ruinen standen ja ganzjährig zur Besichtigung im Gelände.

Über die Auswahl der besprochenen Objekte verriet mit der Autor folgendes: Sie erfolgte subjektiv, er versuchte Burgen mit Charakter zu beschreiben.

Aber wie beschreibt man den Charakter einer Burg? Ich begann mich in seine Beschreibungen einzulesen, in dem ich eine mir bekannte Burg auswählte: Burg Kreuzenstein.

Dabei fiel mir auf, dass Heinz Gerstinger sich vor allem auf die Darstellung der Geschichte der Burgen konzentrierte. Ergänzt um zahlreiche Sagen, die sich natürlich um jede Burgruine gerne ranken.

Der kunsthistorische Aspekt wurde zwar auch geschildert, musste sich aber der Zeitleiste der historischen Betrachtungen fügen. Das brachte natürlich Vor- und Nachteile mit sich.

Zum einen entstand dadurch ein Lesebuch mit vielen eher langen Beschreibungen zu den einzelnen Burgen. Zum anderen war es aber für mich schwer fest zu stellen, was nun an der Burg das Sehenswerte oder Bemerkenswerte sein würde.

Deshalb empfand ich das Buch mehr als Lesebuch und weniger als Tippgeber für die Auswahl eines Ausflugszieles für den nächsten Sonntag Nachmittag.

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Ausflugsziel Burgen - 30 Burgen rund um Wien
Heinz Gerstinger
Pichler Verlag
ISBN 3-85431-158-3

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