Im August 2008 las ich ein Buch mit Erzählungen von Peter Ustinov und lernte darin Briefmarken sammelnde Präsidenten und urlaubsheischende Verschwörer kennen.

Nachdem ich mir bereits zwei Bücher von Peter Ustinov durchgelesen hatte, die ich gar nicht mal so lustig fand, gelang mir mit dem dritten der ersehnte Treffer.

In dem Buch 'Gott und die Staatlichen Eisenbahnen' schreibt Ustinov zwar nicht viel über Eisenbahnen, dafür erzählt er auf humorvolle Art und Weise über Präsidenten und Verschwörer.

Die Texte sind dabei unglaublich schillernd geschrieben. Ustinov zeigt darin, dass er auch ins Detail gehen kann. Mit einer riesigen Anzahl von Einzelheiten schildert er Personen, Ort und Geschehen.

Die Geschichten fand ich sehr amüsant von der Idee der Story an sich bis zu einzelnen Beschreibungen und Aussagen.

So lässt er den amerikanischen Präsidenten heimlich Briefmarken sammeln. Heimlich deswegen, weil Briefmarken sammeln nicht gut  zum Image des Präsidenten passen würde.

Die Geschichten sind natürlich alle erfunden, allerdings wissen wir alle, dass auch erfundene Geschichten ihr Körnchen Wahrheit enthalten. So hatte doch Präsident Clinton seiner Praktikantin Monika Lewinsky öfters seine Briefmarkensammlung gezeigt.

Diese Geschichte konnte aber Ustinov nicht gekannt haben, war das Buch doch schon 1992 heraus gegeben worden.

Zeitlos hingegen seine Story, wo ein kleiner Hund eine Hochzeit samt Hochzeitsnacht stört. Geschenkt von einem Ex-Freund der Braut. Schuft, wer Böses dabei denkt.

Die Geschichte ging allerdings dann so makaber aus, dass ich mir im Anschluss dachte, diese Zeilen könnten auch von Stephen King geschrieben worden sein.

Typisch aber wieder für den verschmitzten Ustinov war dann jene Geschichte, wo die französische Polizei anlässlich von Staatsbesuchen potentielle Attentäter vorsorglich nach Korsika abschiebt.

Was sich im Laufe der Geschichte zu einem Katz und Maus Spiel zwischen urlaubssüchtigen Attentätern und der Polizei entwickelt, die dazu führt, dass sich die Attentäter bereits mit gepackten Urlaubskoffer auf das zuständige Polizeirevier begeben.

Auch hier sparte Peter Ustinov nicht mit Details um quasi eine erfundene Story durch möglichst viele Einzelheiten glaubhaft werden zu lassen.

Ich persönlich weiß zwar nicht, wo ich meinen nächsten Urlaub verbringen werde, aber ich werde ihn sicher mit einem weiteren Buch von Peter Ustinov genießen...

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