Im August 2008 besuchte ich eine Ausstellung über das Leben von Kronprinz Rudolf im Wiener Hofmobiliendepot und lernte verschiedene Theorien über seinen Tod kennen.
Kronprinz Rudolf war mir bisher durch zwei Punkte aufgefallen. Er starb durch Selbstmord und er starb nicht allein. Er nahm seine Geliebte mit in den Tod.
Ob es Mord oder Selbstmord war, das war auch in der Ausstellung nicht ganz klar. In einem Raun, in der auch das Sterbebett ausgestellt war, wurden verschiedene Theorien gegenüber gestellt.
Wobei mir das Bett auf jeden Fall recht unbeschädigt vorkam, wenn man bedenkt, was in der Nacht vom 30. Jänner 1889 geschehen sein soll.
Doch der Reihe nach. Die Ausstellung begann mit einer schönen Fotoserie, wo Kronprinz Rudolf vom zarten Babyalter bis zu den Tagen vor seinem Tod dargestellt wurde.
Es war für mich interessant zu beobachten, wie sich bestimmte Gesichtszüge im Leben eines Menschen verändern bzw. dem Menschen eine gewissen Charakter geben.
Gleich neben der Fotoserie hatte ich Gelegenheit in drei Räume zu blicken, die aus der Zeit Rudolfs stammten. Darunter auch ein Zimmer mit Geweihmöbel.
Ursprünglich eine Schrulle von so manchem Jägersmann, doch schon bald gab es Fabriken, die Geweihmöbel serienmäßig herstellten.
Das und noch mehr nahm ich staunend zur Kenntnis. Auch die Ausbildung des jungen Rudolfs war nicht von schlechten Eltern. Er bekam gleich ein ganzes Team an Lehrern an die Seite gestellt.
Diese blickten mich ernst von einem vergrößerten Gruppenfoto auf mich herab, als ich versuchte verschiedene handschriftliche Dokumente zu entziffern. Darunter auch Seiten aus dem Tagebuch des jungen Rudolf.
Interessant für mich zu erfahren, dass er sich schon in jungen Jahren mit wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigte. Entsprechende Bücher lagen in der Vitrine aus.
Auch seiner Tochter Elisabeth Marie, der roten Erzherzogin, waren einige Schaustücke gewidmet. So konnte ich erstmals ihren bemerkenswerten Lebenslauf nachvollziehen.
Bezüglich des Todes von Erzherzog Rudolf war ich nach der Ausstellung auch nicht schlauer als vorher. Zahlreiche Dokumente zeigten mir wer bei den Ermittlungen mitgewirkt hatte.
Weitere Reisenotizen und Links
Webseite der Ausstellung