Auf meinen Reisen esse ich gerne lokale Küche. Manchmal reise ich mit einem Herren, der in jedem Lokal das Gleiche bestellt: Ein Schnitzel.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wer von uns hat die besseren Essgewohnheiten auf Reisen? Bin ich es mit meinem Hang zur lokalen Spezialitäten?

Oder ist es mein Mitreisender, der egal ob an der kroatischen Küste oder in den slowakischen Bergen, nach geübtem Blick in die Speisekarte, immer das Gleiche bestellt: Ein Wiener Schnitzel.

Auf den ersten Blick gewinne ich 1:0 nach Punkten. Ich lerne die leckere Zubereitung von Fisch an der Adria kennen und versuche die Holzfällerportionen in Tirol zu verspeisen.

Mein Mitreisender prüft lediglich die Panade und denkt über Form und Größe des Schnitzels nach. Jahrelange Erfahrung haben ihn zum begnadeten Kritiker eines jedes Schnitzels gemacht.

Und während ich nun darüber nachdenke ob mir gerade von dem fremdartigen Fischgericht schlecht geworden ist, weiß er es schon längst: Die in der Küche haben das Schnitzel und die Scholle im selben Öl gebacken.

Und so hat er immer die Gewissheit ob er nun gute oder schlechte Küche genossen hat, während ich darüber nachdenken muss, war nun das Rezept oder der Koch nicht nach meinem Geschmack.

So steht es also 1:1 in der sich nun schon jahrelang hinziehenden Frage ob der besseren Wahl im fremden Land. Vielleicht reisen wir mal in eine Gegend, wo es keine Wiener Schnitzel gibt.

Zum Beispiel in die Antarktis. Ob das nun wirklich eine gute Idee ist, darüber muss ich aber noch nachdenken. Vielleicht gibt es dort kein Kürbiskernöl?

Warum das wichtig ist? Ach, ich habe wohl vergessen zu erwähnen, dass ich überall auf der Welt Kürbiskernöl zu meinem Salat bestelle...

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