Die alte Apotheke in Olimje: Ein Bilderbuch-Besuch

Fresko in der Alten Apotheke von Olimje

Der Prior von Olimje Eggerer schrieb einmal, dass der Glaube und das Vertrauen in Gottes Hilfe ein viel wirksameres Medikament als alle Heilpflanzen des Dioskurid oder die Medizin des Galen seien. Die Mönche von Olimje legten trotzdem einen Heilkräutergarten an, denn Glauben und Vertrauen kann man ja auch im Garten.

Die daraus gewonnenen Produkte wurden in einer Apotheke angeboten, die sie im Südturm der Klosteranlage einrichteten. Und genau dahin will auch ich, den dieser Raum ist für seine Fresken aus der Hand von Anton Lerchinger aus Rogatec weithin berühmt.

Bis zum vereinbarten Termin mit einem Pater des Minoritenklosters ist noch etwas Zeit. Ich spaziere entlang des Zauns des neu angelegtenKräutergartens. Ein fauler Kater (Ich nehme mal an, es gibt keine faule Katzen) liegt auf meinem Weg und blinzelt mich an. „Geh mir aus der Sonne“, scheint sein Blick an mich Diogenes von Sinope zu zitieren.

Dann ist die Zeit gekommen, die Apotheke zu  besichtigen. Die Führung durch den Pater ist auch notwendig. Der runde Raum ist über und über mit Fresken geschmückt, die etwas über die Medizin erzählen. Ein wahres Bilderbuch zur Geschichte der antiken Heilkunde.

Leider blieb die Apotheke nicht lange in ihrer Funktion. 1782 wurde das Kloster durch Kaiser Joseph II. aufgelöst. Der wundervoll geschmückte Raum wurde zur einfachen Vorratskammer.

Heute ist er wieder der Öffentlichkeit zugänglich. Heilsame Kräuter werden hier aber nicht mehr verkauft. Die gibt es nun quer über den Gang in einem neuen dafür eingerichteten Raum.

Weiterführender Link

Literaturtipp (Werbung)

Danksagung

Der Besuch der alten Apotheke wurde durch die Terme Olimia unterstützt.