Museum Sergej Mašera in Piran

Museum Sergej Mašera in Piran, Slowenien

Direkt am Innenhafen von Piran zeigt das Seemuseum im Palast Gabrielli Sammlungen zur slowenischen Seegeschichte und der damit verbundenen Wirtschaftszweige wie Salzgewinnung, Seehandel und Seefischfang.

Ich besuchte das Museum im Rahmen einer Führung. Diese wurde von einer beeindruckend hübschen Dame durchgeführt, die abwechselnd in Englisch und Slowenisch sprach. Ein Herr aus der Gruppe übernahm freundlicherweise die Übersetzung ins Deutsche. Merkwürdigerweise berichtigte die Dame ihn, wenn er ihrer Meinung nach etwas falsch darstellte. Die Dame schien also auch Deutsch zu beherrschen?

Aber das wäre ja auch eine Fremdsprache gewesen, weil als Österreicher versteht man ja nur österreichisch. Als Österreicher waren für mich die Exponate mit österreichischem Bezug von Interesse. Dabei handelte es sich hauptsächlich um Gemälde, die Schiffe unter österreichischer Flagge zeigten.

Das Museum selbst befand sich in den Räumen des Palastes Gabrielli, der im Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut wurde. Oder besser gesagt zur Hälfte gebaut wurde. Ein Blick von außen offenbarte mit eine deutlich fehlende linke Hälfte. Innen gab es ab und zu noch Spuren aus jenen Zeiten wo der Palast noch kein Museum war.

Dazu zählte die sehr großzügig ausgestattete Treppe, aber auch die Räume an der rechten Ecke des Palastes, die noch ursprüngliche Bemalungen zu haben schienen.

Der archäologische Teil des Museums war recht clever gemacht. Als Besucher wandelte ich über eine Glasplatte, unter der sich ein Nachbau des Meeresbodens erstreckte. So konnte man die Scherben aus antiken Zeiten, quasi durch eine imaginäre Wasseroberfläche betrachten. Ein kleines Manko war wohl, dass man diesen Raum nur mit Stoffpatschen betreten durfte.

Der maritime Teil hatte drei Schwerpunkte in der frühen Geschichte, in der Zeit der österreichischen-ungarischen Monarchie und in der Zeit zwischen 1918 – 1945.

Besonders in Erinnerungen blieben mir dabei Schiffsmodelle, die von Gabriel Gruber angefertigt worden waren. Darunter ein prächtiges Segelschiff mit dem Namen ‚Kaiser Karl VI.‘ Interessant auch eine Sammlung von Galionsfiguren, die ich als Sammlung bisher noch nie sehen konnte.