Prinz Eugen – Feldherr, Philosoph & Kunstfreund

Im Februar 2010 besuchte ich im Unteren Belvedere in Wien eine Ausstellung über Prinz Eugen (1663-1736) und seine Rolle als Feldherr, Philosoph und Kunstfreund.

Die Ausstellung erstreckte sich über das Untere Belvedere und über die Orangerie. Den Teil in der Orangerie hätte ich fast übersehen, was ich mir nie verzeihen hätte können.

Denn dort war ein besonders spannender Teil der Ausstellung untergebracht. Teile der Bildersammlung des Prinzen, die nach seinem Tode nach Turin gelangten und dort normalerweise in der Galeria Sabauda zu sehen sind.

Außerdem lagen in der Orangerie mehrere Zimelien der Bibliotheca Eugeniana. Diese Büchersammlung blieb nach dem Tode von Prinz Eugen in Wien und wird seither in der Nationalbibliothek verwahrt.

Die Ausstellungsstücke im Unteren Belvedere selbst waren dem Leben Prinz Eugens gewidmet. So erfuhr ich einiges über seinen familiären Hintergrund, wobei auch Gerüchte nicht ausgelassen wurden.

Die militärische Karriere wurde genauso erwähnt wie seine umfangreiche Kauf- und Bautätigkeit bezüglich Schlösser. Hierzu konnte der Standort der Ausstellung nicht besser gewählt werden, stand ich ja praktisch in einem von ihm erbauten Schloss.

So genoss ich wohl den selben schönen Blick auf das Obere Belvedere wie einst der Feldherr. Wobei dieser wohl weniger oft in seinem Schloss war, als ich in den darin gezeigten Ausstellungen.

Überraschend waren für mich die Informationen über das naturwissenschaftliche Interesse des Feldherrn und Kunstmäzen. Er sammelte exotische Pflanzen und Tiere. Letztere zeigte er in einem eigenen Tiergarten, dessen Ausmaße auf Skizzen erkennen konnte.

Der letzte Raum der Ausstellung war den Vorgängen nach seinem Tod gewidmet, wo es um den Verkauf seines Erbes an verschiedene Häuser Europas ging.

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