Pyramiden – Häuser für die Ewigkeit

Palmenhaus im Frankfurter PalmengartenVom 10.05.2007 bis 30.09.2007 wird im Frankfurter Palmengarten die Ausstellung ‚Pyramiden – Häuser für die Ewigkeit‘ gezeigt. Dabei wird die Geschichte der Pyramiden von ihren Anfängen bis in die jüngste Gegenwart erläutert.

Zum Thema Pyramiden hatte ich schon zwei Ausstellungen (Köln und Schallaburg) gesehen. Und war nun auf die dritte Interpretation des Themas neugierig. Die Ausstellung fand etwas untypisch im Palmengarten von Frankfurt statt. Doch auch im Palmengarten nahm man sich dem Thema bestens an.

So wandelte ich an einer Reihe von Pflanzen vorbei, die laut Erklärung einen Bezug zum alten Ägypten hatten, bis ich zu jener Wiese kam, auf der in einem Neubau die Ausstellung präsentiert wurde. Diese war in einem sehr modernen Ambiente aufgebaut, wo sich die Pyramidenmodelle vor den frohen Wandfarben recht gut abhoben.

Die Ausstellung bestand zum größten Teil aus Modellen und Schaubildern. Originalobjekte gab es nur wenige, was aber wohl an der unhandlichen Größe von Pyramiden liegen mag. So beschränkten sich die gezeigten Stücke auf einige Kultgegenstände bzw. Kanopen. Besonders gut gefiel mir dabei eine Kopie des Steins von Rosette. Das war jenes Fundstück, mit dessen Hilfe die Entzifferung von Hieroglyphen das erste Mal gelang.

Die Baugeschichte der Pyramiden wurde an Hand von Modellen recht eindrucksvoll gezeigt. Gut verständlich waren für mich dabei die Erklärungen der zusätzlichen Bauten rund um die Pyramiden, wie etwa der Taltempel oder die Kultpyramide. Etwas kurz kam für mich die Erklärung bzgl. der Theorien über die Art und Weise, wie die Pyramiden gebaut wurden.

Dafür wurde ich von einem Modell überrascht, das im Zeitalter der Revolutionsarchitektur eine geplante Kanonenfabrik zeigte, wo die Essen in Pyramiden untergebracht waren. Ein phantastisches Modell, wo der industrielle Geist bereits auf Schnörkel verzichtete, dafür aber sich in gigantische geometrische Formen verstieg.

Neugierig war ich natürlich auf den Grabraum des Sennedjem, einem Kunsthandwerker. Diese wurde in der Ausstellung nachgebildet, wobei man allerdings nur die Ausmalung der Grabkammer sehen konnte. Die wirkte doch recht eigenartig auf mich. Ausmalungen wirken irgendwie moderner als Reliefdarstellungen, man könnte fast von einem antiken Comicheft sprechen.

Insgesamt empfand ich die Ausstellung nicht so detailreich und kunstreich wie jene auf der Schallaburg, jedoch machte alles Gezeigte Sinn und half sicher dem Besucher das Wesentliche der Pyramiden rasch zu verstehen.