Thermana Laško: Und plötzlich kehrt Ruhe ein

Thermana Laško

Während meiner Fahrten mit der ehemaligen Südbahn kam ich öfters auch an dem Ort Laško vorbei. Ein Ort, den ich als Freund von regionalen Bieren schon von der gleichnamigen Brauerei kannte. Das slowenische Laško verfügt aber nicht nur über ein gutes Bier, sondern auch über eine Therme mit einem interessanten Angebot.

Diese Therme existiert seit 1852 und trug anfangs noch den werbeträchtigen Namen Kaiser-Franz-Josephs-Bad. Schon damals erreichten viele Gäste aus Wien den Ort mit der Südbahn und zogen einen Besuch dieser Therme nicht nur wegen dem eindrucksvollen Namen in Betracht.

Ich und das Smartphone ruhen sanft

Persönlich war ich zunächst etwas skeptisch. Zwischen der Eisenbahnlinie und dem Fluss Savinja ist nicht viel Platz für eine Therme. Umso mehr bin ich nun überrascht, als ich spätestens nach der Fahrt mit dem Aufzug zum Zimmer einen Ort der Ruhe vorfinde. Auch die zahlreichen spielenden Kinder im Schwimmbad bleiben akustisch im unhörbaren Bereich.

Mein Zimmer hat Fenster mit Flußblick. Es wirkt modern, als Besonderheit fallen mir die Nachttischbereiche (wie nennt man das heute, wo es doch keine Nachttische mehr gibt?) auf, die denselben lederartigen Überzug haben wie das Kopfende des Bettes. Dadurch wirkt alles gut gefüttert, auch der nächtliche Liegeplatz meines Smartphones.

Ayurveda als Rundum-Betreuung

Was macht die Therme besonders? Ein Mittagessen gemeinsam mit Dr. Ajith  Chakrapani Somarajan gibt mir die Antwort. In der Thermana Laško liegt ein Schwerpunkt auf das Ayurveda. Dazu werden nicht nur entsprechende Behandlungen, sondern auch auf den persönlichen Typ abgestimmte Mahlzeiten angeboten. Oder besser gesagt, auf die Dojas des Gastes abgestimmt, wie mir Dr. Somarajan erklärt.

Um die Bandbreite der Küche zu erproben, bekommen wir ein Ayurveda Menü aufgetischt, diesmal ausnahmsweise ohne Ermittlung der Dojas. Das Essen findet allgemeine Zustimmung.

Zum Essen wird Thermenwasser in Flaschen gereicht. Die Gebinde faszinieren mich. Sie sind so gänzlich anders, als man es von Mineralwasserflaschen gewohnt ist. Sie wirken eher, als ob sie in ihrem früheren Leben auf dunkel lackierten Holz einer alten Apotheke gestanden hätten.

Ob man von hier den Vollmond sieht?

Nach einer kurzen Ruhepause geht es zum Schwimmen. Die Schwimmhalle ist erfüllt mit Kinderlachen. In Slowenien sind gerade Schulferien und das merkt man auch. Durch die gläserne Kuppel sind die Anlagen eher kreisförmig angeordnet, manche Stellen erinnern mich an das Innere eines Schneckenhauses.

Die Kuppel lässt sich öffnen, dadurch wird der Innenbereich auch stellenweise zum Außenbereich. Ich stelle mir vor, wie sich hier das Baden in Vollmondnächten anfühlen muss.

Wo das elektrische Licht seinen Anfang nahm

Am nächsten Morgen mache ich vor der Weiterfahrt noch einen Spaziergang um das Gebäude herum. Der Morgennebel vermischt sich mit dem Dampf der Therme. Ein kleines Denkmal erinnert daran, dass es in Laško war, wo die erste elektrische Beleuchtung Sloweniens installiert wurde.

Den Text über weitere technische Errungenschaften im Zusammenhang mit der Errichtung der Therme muss ich bei meinem nächsten Besuch lesen. Unser Kleinbus hupt, es geht weiter nach Olimje.

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Danksagung

Der Besuch erfolgte auf Einladung der Therme und wurde von Best Press Story organisiert.