Burg Blankenstein in Hattingen

Burg Blankenstein in HattingenAls eifriger Jäger und Sammler von Burgen wollte ich bei meinem Besuch im Ruhrgebiet auch mal die Burg Blankenstein in Hattingen aufsuchen. Von dieser Burg hatte ich gehört, dass sie einen sehr schönen Blick ins Ruhrtal bietet.

Lage

Die Anfahrt erfolgte diesmal mit dem Auto, wobei ich als Beifahrer nur soviel mitbekam, das wir die Stadt Bochum in Richtung Stausee Kemnade verließen. Auf dem Weg zur Burg kamen wir auch an dem Wasserschloss Kemnade vorbei, dem ich aber einen eigenen Bericht widmen möchte. Die Burg selbst lag dann im Ortsteil Hattingen/Blankenstein.

Wer es gerne nostalgisch möchte, könnte auch mit der Museumsbahn des Eisenbahnmuseums Bochum-Dahlhausen anreisen. Da es aber zeitlich nicht passte, kann ich leider nicht darüber berichten, wie sich der Anstieg von der Haltestelle direkt unter der Burg gestaltet.

Ein Anstieg allerdings ist es schon, den die Burg wurde im 13. Jh. auf einem strategisch günstigen Felsen, dem „blanken Stein“ errichtet.

Aussicht

Leider konnten wir den hohen Bergfried nicht betreten, da dieser im Winter nicht geöffnet ist. Aber von der Bastei unter dem Turm konnte ich mir zumindest einen Eindruck verschaffen, was man hoch oben zu sehen bekommen würde. Tatsächlich breitete sich vor mir das Tal der Ruhr aus, welches mir aber jetzt nicht so toll vorkam. Vielleicht lag es an einer unvorteilhaften Blickrichtung, vielleicht lag es auch am winterlichen Nebel.

Burg

Einen Eintritt mussten wir in der Burg nicht bezahlen. Die Burg bestand im Wesentlichen aus dem weit sichtbaren Bergfried, dem vollständig erhaltenen Burgtor und einigen Nebengebäuden. Der Burghof war mit vielen Ständen gefüllt. Es sah so aus, als würde man hier gerne Feste feiern, wo an mehren Stellen eine Ausschank platziert ist.

Auf der dem Bergfried gegenüberliegenden Seite fand ich noch einige restaurierte Mauersockel und ein schon etwas verfallenes Gebäude vor. Dieses machte zwar einen gewissen spukigen aber ansonsten keinen sehenswerten Eindruck auf mich.

Die Unvollständigkeit der Burg erklärt sich wohl aus dem Umstand, dass man sie eigentlich schon mal schleifen wollte und ihre Steine z.B. im Schloss Kemnade verbaute.

Fotos

Das Fotografieren war natürlich erlaubt. Allerdings vermute ich, das die besten Fotos vom Ruhrtal oder vom Ortsteil Hattingen/Blankenstein aus gelingen sollten. Im Burghof selbst gibt es nicht so viel sehenswertes zum Fotografieren.

Gastronomie

In der Burg befand sich eine Gaststätte, in der wir rasch einkehrten. Zu stark war der Wunsch nach einem Kaffee und etwas Süßem.

Zu meiner Freude fand ich dort ein interessantes Angebot an Waffeln mit verschiedenen Ergänzungen. Da es diese Waffeln in meiner Heimat eher nicht gibt, schlug ich hier mal kräftig zu.

Die Burggaststätte machte einen gemütlichen Eindruck. Leider gab es auch von hier keinen guten Blick aufs Tal, da die Butzenscheiben zu trüb dafür waren. Aber die Gaststätte war wie gesagt gemütlich.

Laut einem Aushang in der Nähe des Burgtores wird die Gaststätte für Rittermahle genutzt. Vielleicht könnte es mal eine gute Idee sein, die Burg nicht am Tage, sondern bei einer Abendveranstaltung zu genießen?

Resümee

Ich denke, die Burg ist vor allem für die Bochumer ein reizvoller Ort für den Sonntagsausflug, bei dem man auch noch durch den Stadtkern von Blankenstein oder durch den romantischen Gethmannschen Garten (Irrgarten) spaziert. Auch die Feste auf der Burg mögen viel Spaß und Unterhaltung bereiten.

Für ein gewaltiges Burgenerlebnis reichte es mir aber nicht. Zu sehr überwiegt die Gastronomie gegenüber der eigentlichen Burgsubstanz.

Ich würde deshalb jedem Burgen- und Schlösserfreund empfehlen, den Besuch der Burg mit einem Besuch des Wasserschlosses Kemnade zu kombinieren, wo man sich zusätzlich eine Ausstellung über Musikinstrumente sowie eine ostasiatische Sammlung ansehen kann. Oder aber man plant eine Fahrt mit der Museumsbahn ein, die auch die Ruine Hardenstein ansteuert.

Quellen / Weiterführende Links