
Das Volkskundemuseum in Graz zeigt nicht nur herkömmliche Gegenstände wie steirische Trachten oder alte Rauchküchen. Vielmehr widmet es sich in seiner Dauerausstellung brisanten Themen der Gegenwart.
Volkskundemuseum am Paulustor
Mit seinem vollständigen Namen bezieht sich das Volkskundemuseum auf seine Lage nahe beim Paulustor. Dieses Tor bildet eine von zwei noch erhaltenen Torbauwerken der Stadtbefestigung von Graz. Das Museumsgebäude selbst steht am Fuße des Schlossbergs, an dessen Felswand sich noch alte Privatgärten schmiegen.
Die Lage ruft interessante Assoziationen hervor. Volkskundemuseen widmen sich meistens dem ländlichen Leben, während das Stadtmuseum die Geschichte der Bürger thematisiert. Ein Museum über das Landvolk mitten in der Stadt wäre dann wohl verkehrt. Das Volkskundemuseum respektiert diesen Gedanken und schmiegt sich artig an die früheren Grenzen des befestigten Landeshauptstadt.
Trachtensaal
Eine Spezialität des Volkskundemuseums in Graz ist der Trachtensaal. In diesem präsentieren geschnitzte Figuren lokale Trachten von der Antike bis zur Gegenwart. Der in den Jahren 1936 bis 1940 erstmals gestaltete Saal bildet dabei selbst eine Zeitkapsel, da er die in diesen Jahren vertretene Sicht auf Trachten verkörpert.
Antoniuskirche
Durch einen Verbindungsgang haben Besucher die Möglichkeit, die benachbarte Antoniuskirche sowohl im Kirchenschiff als auch auf der Orgelempore zu besuchen. Das Altarbild ist ein Werk des Architekten Giovanni Pietro de Pomis.
Quellen / Weiterführende Links
- Link Offizielle Webseite des Volkskundemuseums mit Öffnungszeiten
- Link Beschreibung des Volkskundemuseums auf Wikipedia
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